2.Teil: Hallo Shanghai! Von Hightech-Einreisen, Rekord-Zügen und dem Blick von ganz oben

Nachdem mich die Flugbegleiterin so sanft aus den bequemen Federn der Business Class geweckt hatte, dauerte es nicht mehr lange, bis uns die Realität wiederhatte: Morgens um halb acht landen wir pünktlich in Shanghai.
Kaum aus dem Flugzeug ausgestiegen, stehen wir auch schon an einem riesengroßen Flughafen – umgeben von Menschenmassen, Kameras und modernster Technologie. Der Einreiseprozess ist ein echtes Hightech-Erlebnis: An einem Automaten scannen wir unsere Pässe und speisen unsere Fingerabdrücke gleich selbst in die Datenbank des chinesischen Staates ein. (Interessanter Side-Fact, den ich erst bei der Rückreise gelernt habe: Chinesische Staatsbürger müssen genau dasselbe Prozedere über sich ergehen lassen, wenn sie in die EU einreisen. Das scheint heute wohl der globale Standard zu sein.) Noch ein kurzer, tiefer Blick in die Kamera des Zollbeamten – und voilà, unsere Einreise nach China ist offiziell!
Nachdem wir unser Gepäck vom Band geholt haben, werden wir auch schon freudig empfangen: Unsere beiden Kolleginnen warten bereits auf uns. Da die beiden sich in China bestens auskennen, können mein Reisebegleiter und ich die Verantwortung getrost abgeben. Wir hängen uns einfach an ihre Fersen. Sie führen uns auf direktem Weg zum berühmten Hochgeschwindigkeitszug (dem Maglev), der uns mit rasanten 300 km/h vom Flughafen mitten in die Metropole katapultiert.
Da der Tag noch jung ist, bleibt uns Zeit, Shanghai zu erkunden. Unser Highlight: Wir fahren mit einem ultraschnellen Lift auf das höchste Gebäude der Stadt, den Shanghai Tower. Aus spektakulären 546 Metern Höhe (die Aussichtsplattform liegt auf dieser Höhe, während das Gebäude stolze 632 Meter misst) blicken wir auf diese imposante Megacity bei Tag. Später, als es eindunkelt, bestaunen wir die gigantische Skyline noch einmal von unten im Lichtermeer.
Ein echtes Kontrastprogramm zum entspannten Flug! Doch das Abenteuer geht direkt weiter: Noch vor Mitternacht nehmen wir ein Taxi in Richtung Hangzhou. Dort beziehen wir unser Hotel für die nächsten sechs Nächte. Endlich rückt unsere eigentliche Aufgabe in greifbare Nähe: Ein Kinaesthetics-Grundkurs und eine Fachtagung warten auf uns. Doch bevor es so richtig losgeht, stehen erst noch Besuche in zwei ganz unterschiedlichen Institutionen auf dem Programm…