Metaprojekt Demenz:

Entwicklung eines neuen Basisbildungsangebotes

PDF Ausschreibung Bildungsangebot

Das Metaprojekt Demenz ist ein Projekt, in welchem Kinaesthetics Deutschland,Kinaesthetics Österreich und Kinaesthetics Schweiz gemeinsam mit dem Ressourcenpool Curriculum und Forschung (EKA) ein Basisbildungsangebot zum Thema Kinaesthetics und Demenz entwickeln. Die Absicht dieses Angebotes ist es, Pflegende und Betreuende zu befähigen, Kinaesthetics zu nutzen, um zentrale Themen im Zusammenhang mit der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz zu beleuchten.

Konkret werden sogenannte Modulzyklen zu 4 zentralen Themen entwickelt. Das Angebot richtet sich primär an ganze Abteilungen oder ganze Betriebe, die Kinaesthetics nutzen möchten, um die Qualität im alltäglichen Umgang mit Menschen mit Demenz zu erweitern und zu erhöhen. Ein Modulzyklus besteht aus einer Vorbereitungsaufgabe, einem Schulungstag, einer anschliessenden Umsetzungsphase in Form eines Fokuslernprojektes und einer abschliessenden Auswertungsveranstaltung der Abteilung/des Betriebes. Das Angebot baut auf dem Grundkurs auf und stellt sich in der herkömmlichen KinaestheticsBildungssystematik neben den Aufbaukurs.
Nach Abschluss aller 4 Modulzyklen erhält eine Teilnehmerin ein Zertifikat, das gleichwertig mit dem Aufbaukurszertifikat ist. Ebenso kann eine ganze Abteilung/Betrieb ein Zertifikat nach der Durchführung aller 4 Modulzyklen erwerben. Dieses Projekt ist ein Meilenstein in der jüngeren Geschichte von Kinaesthetics, weil es die im Pflege-Programm tief verankerte Struktur von Grund- und Aufbaukurs mit einem neuen, themenspezifischen Angebot erweitert.
Bei Fragen stehen wir oder Kinaesthetics Schweiz  gerne zur Verfügung.

Das Aufbaumodul Demenz 1:

Sich und die Welt wahrnehmen

Menschen mit Demenz sind damit konfrontiert, dass sich ihre Wahrnehmung und die schlüssige Einordnung des Wahrgenommenen in die eigene Erfahrungsgeschichte verändert. Leitsymptome wie Vergesslichkeit oder Desorientiertheit sind oft von Verhaltensweisen begleitet, die für Außenstehende schwierig nachzuvollziehen sind. Je weniger sich Menschen mit Demenz verstanden und angenommen fühlen, desto eher kann ihre Verunsicherung und innere Not dazu führen, dass ihr Verhalten herausfordernd wird. Für eine professionelle Pflege, Betreuung oder Therapie ist es deshalb zentral, dass die Beziehungsgestaltung achtsam, individuell und situativ an ihre Bedürfnisse angepasst ist. Dieses Modul stellt das Thema Wahrnehmung in den Mittelpunkt. Es beleuchtet den Wahrnehmungsprozess aus kinästhetischer Perspektive und hilft den TeilnehmerInnen ein vertieftes Verständnis, ein kompetentes Verhalten und eine respektvolle Haltung gegenüber der individuellen Wahrnehmung und Wahrheit jedes einzelnen Menschen mit Demenz zu entwickeln.

Ausschreibung Modul 1 

Das Aufbaumodul Demenz 2: Sich in Beziehung erfahren

Beziehungsgestaltung als zentrale Herausforderung der Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz

Die Aspekte und Herausforderungen der Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz sind sehr vielfältig, die individuellen Ausprägungen und Verlaufsformen einer Demenz sehr unterschiedlich. Vor diesem Hintergrund beruht der deutsche Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ auf dem Grundgedanken, dass ein allgemeiner Demenzstandard ein Ding der Unmöglichkeit ist, und erkennt als Kern der Demenzpflege (bzw. als zentrale Grundlage pflegerischen Handelns überhaupt) die Beziehungsgestaltung. Als Konkretisierung drängen sich die Grundprinzipien der person-zentrierten Pflege nach Tom Kitwood u. a. auf, als Ziel die Förderung und Erhaltung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz. Dabei geht es um „Angebote zur Beziehungsgestaltung, die das Gefühl, gehört verstanden und angenommen zu werden sowie mit anderen Personen verbunden zu sein, erhalten oder fördern“

Dieses Modul stellt die individuell angepasste Beziehungsgestaltung mit Menschen mit Demenz in den Mittelpunkt. Es beleuchtet konkrete alltägliche Interaktionen aus kinästhetischer Perspektive und hilft den TeilnehmerInnen, das eigene Verhalten insbesondere in den alltäglichen Interaktionen über Berührung und Bewegung bewusst wahrzunehmen, zu analysieren und beziehungsfördernd an den einzelnen Menschen anzupassen. Dadurch entwickeln sie ein vertieftes Verständnis, ein kompetentes Verhalten und eine respektvolle Haltung in der Beziehung zu einem Menschen mit Demenz.
>Ausschreibung Modul 2 

In Entwicklung ab mitte 2020 mit Testunterlagen, buchbar 

In Entwicklung ab ende 2020 mit Testunterlagen, buchbar 

Kontakt

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Erich Weidmann
Neuquartier 4
5212 Hausen b. Brugg
056 450 38 62
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