Kinaesthetics in der Vertikalen – Ein bewegtes Wiedersehen in der Kletterhalle
Nach der großen Fachtagung gestern, die uns doch einiges an emotionaler und mentaler Kraft gekostet hat, war für heute eigentlich ein Ruhetag angesagt. Betonung auf eigentlich – denn ein echter Kinaesthetics-Trainer rastet bekanntlich nie so ganz.
Konsum-Trubel mitten in Peking
Gegen 12:00 Uhr mittags stiegen wir wieder in ein Taxi und fuhren mitten in die Stadt. Shopping stand auf dem Programm. Was für die einen pure Erholung und Entspannung ist, bedeutet für mich ehrlich gesagt eher Stress und eine echte Herausforderung. Ob hier in China oder in Europa: Die großen, bekannten Shopping-Riesen wie H&M, Decathlon und Co. sind alle da und die Hallen sind riesig.
Wiedersehen in der Kletterhalle: Kinaesthetics hautnah erleben
Der Nachmittag hielt dann das absolute Highlight des Tages für uns bereit: Wir trafen uns mit den Teilnehmerinnen eines früheren Grundkurses, die vor einem Jahr in Peking bei einer meiner Kolleginnen das Kinaesthetics-Wissen erlernt hatten. Und der Ort für dieses Wiedersehen war eine genial coole Idee: eine Kletterhalle!
Gibt es einen besseren Ort, um trotz aller Sprachbarrieren sofort wieder miteinander in Bewegung zu kommen? Wohl kaum. Einige der Kursteilnehmerinnen hatten sogar ihre Familien mitgebracht, und so kam es zu unglaublich spannenden, herzlichen Begegnungen zwischen den Generationen.
Natürlich konnten wir auch hier die Fachbrille nicht ganz ablegen. Das Kinaesthetics-Konzept, das wir an diesem Nachmittag ganz spielerisch wieder aufgriffen, war das Konzept Anstrengung – mit dem ganz besonderen Augenmerk auf die Aktivitäten Ziehen und Drücken. In der Kletterwand wird sofort am eigenen Körper erfahrbar, was das bedeutet: Wie setze ich meine Kraft ein? Wie drücke oder ziehe ich mit den Beinen ab, wie drücke oder ziehe ich mit den Armen, um meine ganz eigene Spur an der Wand zu finden und geschmeidig nach oben zu steigen?
Abendstimmung am Himmelstempel
Nachdem wir uns in der Kletterhalle so richtig ausgepowert hatten, ging es weiter zu einem Ort der Ruhe: Wir besuchten den berühmten Himmelstempel (Heaven’s Temple). Nach der ganzen Action in der Vertikalen war der Spaziergang durch die weitläufigen, geschichtsträchtigen Gärten genau das Richtige für die Seele.
Die beeindruckende traditionelle Architektur im sanften Abendlicht strömte eine unglaubliche Kraft aus. Voller schöner Eindrücke ließen wir diesen erlebnisreichen Tag schließlich bei einem wunderbaren gemeinsamen Abendessen gemütlich ausklingen. Wir haben viel gelacht, alte Kontakte aufgefrischt und neue geknüpft. Jetzt sind die Batterien wieder voll geladen!
Ausblick auf den nächsten Beitrag: Das spielerische Aufwärmen in der Kletterwand war die perfekte Vorbereitung, denn ab morgen gilt es wieder ernst: Der nächste offizielle Kinaesthetics-Grundkurs hier in Peking startet. Seid gespannt auf den nächsten Teil, wenn es wieder heißt: Von der Erfahrung zur Theorie!









Leave A Comment